Was ist FLoC?

Bedroht durch die zunehmende Ablehnung von Drittanbieter-Cookies, umgehen einige Suchmaschinenbetreiber, wie zum Beispiel die monopolistischste aus Amerika, das, was sie für ein Problem halten: Die Wahlfreiheit des Users und den Schutz seiner Privatsphäre.

FLoC, kurz für Federated Learning of Cohorts, ist eine neue Art der Nutzung von Browsing-Daten (und damit unserer Privatsphäre). Durch künstliche Intelligenz werden Nutzerdaten in Kohorten zusammengeschlossen und auf diese Weise untersucht.

Diese Technologie ordnet einen Internetnutzer einer Gruppe von Personen zu, die seine Gewohnheiten und Interessen teilen. Es wird demnach nicht das Verhalten einer einzelnen Person untersucht und für diese individuelle Anzeigen erstellt, sondern das Verhalten einer Gruppe von Personen, die sich ähnlich sind. FLoC bildet also das Verhalten einer Gruppe von Personen ab und gleicht die entsprechenden Attribute ab, wodurch Websites mit einer Kohorten-ID versehen werden. Je mehr Kohorten-IDs es gibt, die nur wenige unterschiedliche Personen enthalten, desto genauer ist das Targeting.

Warum ist FloC kein Fortschritt für die Privatsphäre?

FLoC wurde durch eine Kombination von zwei Faktoren möglich gemacht:

- Auf der einen Seite die Motivation, Nutzer weiterhin zu verfolgen und anzusprechen.

- Auf der anderen Seite die Möglichkeit, auf einen ausreichend großen Pool von Profilen zurückzugreifen, um Gruppen mit ähnlichen Verhaltensweisen herauszufiltern.

Während immer mehr Internetnutzer sensibel auf die Verwendung ihrer persönlichen Daten reagieren, ist die Absicht des amerikanischen Riesen ganz klar: Das Unternehmen will weiter im Bereich der Datensammlung und des Werbe-Targetings tätig sein. Daran, dass Nutzerdaten durch die Analyse gesammelt werden, ändert sich nicht viel: Es wird einfach sein, die ID des Internetnutzers zu transkribieren, um seine Kohorte zu kennen, und die Attribute abzuleiten, die ihm zugeordnet sind. Der Besuch bestimmter Seiten, das Interesse für bestimmte Artikel, der Kauf bestimmter Produkte - alles wird verwendet, um das Profil zu verfeinern. Außerdem wird die Kennung der Nutzer, die Elemente der Persönlichkeit offenbart, ohne erforderliche Zustimmung an alle Websites gesendet, die sie anfordern.

Dadurch, dass das Targeting durch die Kategorisierung einer sehr großen Anzahl von Nutzer funktioniert, bietet es für den Monopolist die Möglichkeit, eben jenes Monopol noch weiter auszubauen. Die von einer Technologie wie FLoC gewonnenen Informationen sind nämlich nur dann relevant, wenn sie von einer besonders großen Stichprobe stammen. Von da an wird es für die Konkurrenz viel komplizierter sein, eine Alternative anzubieten und die Marktpreise zu regulieren. Das neue System hat bereits die Aufmerksamkeit einiger Kartellbehörden in den USA auf sich gezogen.

Falsche Debatte und echte Suchmaschine

Viele Internetnutzer fragen sich nun, welche Tracking-Methode zwischen Cookies und FLoC die am wenigsten aufdringliche ist. Aber es ist eine Wahl zwischen zwei schlechten Lösungen. Gerade das Tracking als Ganzes müssen wir ablehnen, weil es darauf abzielt, unsere Entscheidungen zu beeinflussen.

Die Alternative ist natürlich, Dienste zu finden, die die User mögen und die ihre Freiheit, ihre Privatsphäre und ihre Gedankenfreiheit respektieren.

Die Suchmaschine Qwant zeigt, dass ein ethisches und trackingfreies Internet möglich ist. Werbetreibende müssen davon überzeugt werden, dass ethische Werbung möglich ist und funktioniert. Sie ermöglichen ein frei nutzbares Internet und stellen die Mittel zur Finanzierung von Gehältern und Infrastrukturen, wie z.B. Servern, bereit.

Über die Frage des Werbemodells hinaus wirft dies große Fragen in Bezug auf das Gesellschaftsmodell, die individuelle Freiheit und die Demokratie auf. Insbesondere die Frage, ob man weiterhin ein Internet möchte, das auf der Profilerstellung von Internetnutzern basiert und ihnen damit die Möglichkeit nimmt, eine ganzheitliche und neutrale Sicht auf das Web zu haben. Durch die „Personalisierung“ oder die Klassifizierung, die auf vorherigem Browsing basiert, werden dem User Inhalte aufgezwungen, die seinen Interessen entsprechen sollen und ihm die Möglichkeit genommen, andere Sichtweisen zu entdecken. Kurz gesagt, um sich eine fundierte Meinung bilden und Überzeugungen bilden zu können.

Heute haben hunderte von Unternehmen das Thema Datenschutz aufgegriffen und vertrauen Qwant für ihre Online-Kampagnen. Sie profitieren von der Expertise ohne Tracking und können eine neue Zielgruppe von engagierten Verbrauchern erreichen, über die so viel gesprochen wird. Und genau an diese rechtschaffenden Konsumenten wendet sich Qwant nun.

Die Privatsphäre der User soll vollständig privat bleiben. Die Gedankenfreiheit kann nicht eingeschränkt werden. Die Nutzer sind nicht verpflichtet, sich verfolgen zu lassen und sich allen Formen von Vordenken zu unterwerfen... Ob durch Cookies oder FLoC, ihre Daten sollten nicht verwendet werden, um das Web, auf das sie täglich zugreifen, vorzuformatieren, und Inhaltsvorschläge sollten sie nicht einschränken.

Es ist noch nicht zu spät. Alle sollten mitmachen für ein trackingfreies Web und ein freies Internet. Bei Qwant gibt es keine Cookies und kein FloC!

Bis bald auf www.qwant.com